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Chronik

 

Geschichte der Thierseer Passion

Um das Tal vor den Schrecken des Krieges zu bewahren, gelobten die Thierseer im Jahr 1799, alljährlich in der Fastenzeit das Leiden und Sterben Jesu Christi in Form eines Mysterienspiels darzustellen. Seit damals hat man sich die Liebe zur Passion erhalten und die Faszination und Begeisterung dafür von Generation zu Generation weitergegeben.

Der Text dieser ersten Passionsspiele wurde um ein Star Weizen in Oberaudorf/ Bayern von den dort ansässigen Bauern gekauft. Dieser Text, im Versmaß verfasst, enthielt Teile aus dem 17. Jhd. und wurde mehrmals überarbeitet. Erst durch die vollständige Überarbeitung durch den Thierseer Theologen Joseph Mairhofer wurde das Textbuch in Prosa übertragen. Erzabt Jakobus Reimer verfasste 1911 einen vollkommen neuen Text, der die Basis für den heutigen Text bildet und 2005 grundlegend überarbeitet wurde.

Bis zum Jahr 1854 wurde die Passion unter freiem Himmel gespielt, dann entschloss man sich, ein Spielhaus für ca. 800 Zuseher zu bauen. Aufgrund der stark steigenden Zuschauerzahl wurde 1926 schließlich das große Passionsspielhaus am Ufer des Thiersees errichtet. Nach einer längeren Spielpause, die durch den Krieg bedingt war, sowie der Überwindung vieler technischer und finanzieller Schwierigkeiten, wurde der alte Brauch in den Jahren 1955 bis 1957 schließlich äußerst erfolgreich wieder aufgenommen.

Mehr als 100.000 Besucher kamen in diesen Spielsaisonen nach Thiersee. Seit 1970 werden die Passionsspiele nun alle sechs Jahre aufgeführt.

 
 
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IM PASSIONSSPIELHAUS
 
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